
Als Gewerkschaftsmitglied unter dem Dach der dbb tarifunion sind Sie sicher, immer nach Tarifvertrag bezahlt zu werden. Nur Nähe mit einer persönlich überzeugenden Ansprache jedes Mitgliedes schafft auch das nötige Vertrauen in die Durchsetzungskraft einer Solidargemeinschaft.
Die 38 Mitgliedsgewerkschaften der dbb tarifunion mit ihren über 360.000 Mitgliedern bieten ständige Kontakte ohne bürokratische Umwege. Als Gewerkschaftsmitglied unter dem Dach der dbb tarifunion genießen Sie kostenlosen Rechtsschutz für alles, was im Zusammenhang mit der derzeitigen oder früheren beruflichen oder gewerkschaftlichen Tätigkeit steht.
Die dritte Verhandlungsrunde der Einkommensrunde 2010 mit
Bund und Kommunen hat gestern begonnen. Nachdem die Arbeitgeber auch
in der zweiten Runde kein Angebot unterbreitet haben, diskutierte
die Verhandlungskommission der dbb tarifunion über die Situation für
die betroffenen Kolleginnen und Kollegen.
Frank
Nichtitz, Landesvorsitzender der VDStra. - Fachgewerkschaft der
Straßen- und Verkehrsbeschäftigten Nordrhein-Westfalen, berichtet
von seinen Gesprächen mit Kolleginnen und Kollegen in dieser Woche.
„Die Kolleginnen und Kollegen sind wütend über die Ignoranz der
Arbeitgeberseite. Vor Ort sehen wir, welche Ungewissheit junge Leute
während ihrer Ausbildung begleitet. Aktuell werden bei unseren
Meistereien und Gehöften gute Leute nach der Ausbildung nach Hause
geschickt, statt ihnen eine Perspektive zu bieten. Umso wichtiger
ist es, dass die Arbeitgeber endlich Stellung zu unserer Forderung
beziehen, junge Beschäftigte nach ihrer Ausbildung zu übernehmen.
Eine vernünftige Altersteilzeitregelung ist uns ebenfalls wichtig.
So ist es für die Kolleginnen und Kollegen im Unterhaltungsdienst
schlichtweg körperlich nicht machbar, den Job bis zum 67. Lebensjahr
auszuüben. Dass wir geschlossen hinter der Forderung stehen, haben
die erfolgreichen Kundgebungen dieser Woche bewiesen. Allein in
Dortmund waren wir 12.000 Kolleginnen und Kollegen, die den
Arbeitgebern gezeigt haben, was wir von ihrer Verweigerungshaltung
halten. “
Bild:
Frank Nichtitz, Landesvorsitzender der VDStra. - Fachgewerkschaft
der Straßen- und Verkehrsbeschäftigten Nordrhein-Westfalen
Adelheid
Tegeler vom BDZ- Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft hat in dieser
Woche einen steigenden Unmut bei den Kolleginnen und Kollegen
wahrgenommen. „Die Kolleginnen und Kollegen sind nicht nur maßlos
enttäuscht, mit wie wenig Respekt ihnen entgegengekommen wird, wenn
der Bundesinnenminister erklärt, nach unten verhandeln zu wollen.
Sie sind nach zwei Verhandlungsrunden ohne eine konkrete Äußerung
der Arbeitgeberseite zu unseren Forderungen auch wütend. Unser
Öffentlicher Dienst schafft gerade in diesen Krisenzeiten wichtige
Infrastrukturen und sorgt damit für Stabilität. Dafür müssen seine
Beschäftigten im Gegenzug auch angemessen bezahlt werden. Die
Forderung beinhaltet keine reine lineare Erhöhung, sondern besteht
aus mehreren Sachkomplexen. Beim Thema Eingruppierung spielen Bund
und Kommunen seit über vier Jahren auf Zeit. Damit muss jetzt
Schluss sein“, so Tegeler.
Bild:
Adelheid Tegeler, BDZ- Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft