
Als Gewerkschaftsmitglied unter dem Dach der dbb tarifunion sind Sie sicher, immer nach Tarifvertrag bezahlt zu werden. Nur Nähe mit einer persönlich überzeugenden Ansprache jedes Mitgliedes schafft auch das nötige Vertrauen in die Durchsetzungskraft einer Solidargemeinschaft.
Die 38 Mitgliedsgewerkschaften der dbb tarifunion mit ihren über 360.000 Mitgliedern bieten ständige Kontakte ohne bürokratische Umwege. Als Gewerkschaftsmitglied unter dem Dach der dbb tarifunion genießen Sie kostenlosen Rechtsschutz für alles, was im Zusammenhang mit der derzeitigen oder früheren beruflichen oder gewerkschaftlichen Tätigkeit steht.
Seit dem 10. Februar wird weiterverhandelt. Am Nachmittag
trafen Gewerkschaften und Arbeitgeber zur dritten und entscheidenden
Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt Bund/Kommunen in Potsdam
zusammen. Unmittelbar vor Beginn der Gespräche hat der
Verhandlungsführer des dbb Frank Stöhr nochmals die
Einigungsbereitschaft der Gewerkschaften bekräftigt. Stöhr: „Wenn
Bund und Kommunen endlich ein tragfähiges Angebot vorlegen, können
wir in der Sache schnell vorankommen.“ Mit ihren Warnstreikaktionen
hätten in den letzten Tagen weit über 100 000 Kolleginnen und
Kollegen deutlich gemacht, dass die Zeit der Hinhaltetaktik für die
Arbeitgeber vorbei sei: „Die Beschäftigten wollen jetzt in Potsdam
Taten sehen,“ so Stöhr.
Der 1. Vorsitzende der dbb tarifunion wies darauf hin, dass nicht
die Beschäftigten für die Finanzkrise der Kommunen verantwortlich
sind und dass deren Konsequenzen also auch nicht auf dem Rücken der
Kolleginnen und Kollegen abgeladen werden dürfen. Stöhr: „Eine
aktuelle forsa-Umfrage belegt, dass die Bevölkerung weiß, wer für
die Überschuldung der Gemeinden verantwortlich ist: hohe
Sozialkosten nach Hartz IV (45 Prozent) und Zusatzaufgaben, die Bund
und Länder ohne finanziellen Ausgleich an die Kommunen delegiert
haben (43 Prozent). Die Personalkosten sind es jedenfalls nicht.“
Deshalb, so Stöhr weiter, habe die Bevölkerung auch mehrheitlich (53
Prozent) Verständnis für die Forderungen der Gewerkschaften. Stöhr:
„Für die Stabilisierung der kommunalen Finanzen brauchen wir eine
Steuerstrukturreform, keine Nullrunden im öffentlichen Dienst.
Letztere lösen die Probleme der Gemeinden nicht, schwächen aber die
Kaufkraft, lähmen die Binnenkonjunktur und demotivieren die
Mitarbeiter. Auf diesem Holzweg kommen wir nicht weiter.“
Der dbb ist mit einem Forderungspaket im Gesamtvolumen von 5 Prozent
für die knapp zwei Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen in
die Einkommensrunde 2010 gegangen. Neben einer spürbaren linearen
Gehaltsverbesserung beinhaltet die dbb-Forderung verschiedene
qualitative Komponenten wie die Verbesserung von Aufstiegen,
Höhergruppierungen und Beförderungsmöglichkeiten, die Fortführung
der Altersteilzeitmodelle, die Übernahme der Auszubildenden und
Anwärter sowie strukturelle Verbesserungen in den Bereichen
Nahverkehr, Versorgung und Krankenhäuser.